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Der „Nice Guy“ – Und warum er für Frauen immer nur der Kumpel bleibt

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So, liebe Leser, in diesem Artikel gehen wir der Frage nach, warum so viele Männer für die Frau zwar ein guter Kumpel/Freund sein können, als Liebhaber aber komplett aus dem „Beuteschema“ der Frau herausfallen.

Dieses sexuell unattraktive Verhalten wird auch oft als „Nice-Guy-Syndrom“ bezeichnet und trifft mit Sicherheit auf einige Leser hier zu. Denn leider wird dieses Verhalten oft auch durch gut gemeinte Ratschläge von Eltern/Verwandten/Freundinnen verursacht, bzw. schon von der Kindheit auf eingeprägt.

Kommen wir aber erst einmal zu den Eigenschaften des Nice Guys. Dem ein oder anderen wird das Beschriebene vielleicht bekannt vorkommen.

Kurz und knapp gesagt ist der Nice Guy (netter Junge/Typ) im Grunde jemand, der versucht durch überaus nettes und zuvorkommendes Verhalten gegenüber der Frau ein ebenso nettes, liebevolles (Sex, Beziehung) Verhalten zu empfangen.
Er hat also ein gewisses sexuelles Interesse, was von der Frau aber nicht erwidert wird.

Er versucht der perfekte Gentleman zu sein, der Frau jeden Wunsch von den Lippen abzulesen und seine Sympathie mit den größten Komplimenten und Attraktivitätsbekundungen auszudrücken.

 

nice guyDer Nice Guy macht die „Angebetete“ zu seinem Lebensmittelpunkt. Er hat fast immer Zeit für sie, steht als Gesprächspartner für alle Themen des Lebens zur Verfügung.
Er will schließlich, dass die Frau ihn für seine fürsorgliche und liebe, nette Art liebt, bzw. sich aufgrund dessen in ihn verliebt. Das ist zumindest die stille Hoffnung vieler „Nice Guys“.

Wie zeichnet sich das Verhältnis von Nice Guys im Freundeskreis der Frauen aus?

Nun, sie sind der Teil der männlichen Freunde einer Frau, die als der Ratgeber in der Not herhalten, für Sex aber nicht in Frage kommen.

 

Oftmals, und das ist dann besonders bitter,  sucht sie bei ihm auch wegen Beziehungsproblemen Rat.
„Warum kann nicht jeder so nett und liebevoll sein wie du, warum muss ich immer nur auf die falschen Typen stoßen?“.

Das Problem ist, dass Nice Guys von der Frau als harmlos klassifiziert werden, da sie keinerlei sexuelles Verhalten zeigen, sondern nur mit asexuellen Strategien (Nettigkeit, Hilfsbereitschaft, guter Zuhörer, etc.) versuchen, ihr näher zu kommen.

Das ist zum Einen der Grund, warum der Nice Guy im Freundeskreis der Frau bleibt. Wer will keinen fürsorglichen, netten Freund in seinem Freundeskreis, bei dem man sich seelischen Beistand holen kann, wenn es „brennt“.

Zum anderen fällt es vielen Frauen auch aus moralischen Gründen schwer, den „Nice Guy“ wirklich abzulehnen, sodass er wirklich weiß, woran er ist. Man will schließlich nicht rücksichtslos und verletzend sein.

Das wiederum führt dazu, dass sich so viele „Nice Guys“ ewig lang Hoffnungen bei der Frau machen => „Sie mag mich, verbringt viel Zeit mit mir, ich kann mich gut mit ihr unterhalten. Irgendwann wird es auch bei ihr funken, wenn ich nur weiter eine schöne Zeit mit ihr verbringe“, etc.

 

Warum aber gibt es das Nice Guy Syndrom überhaupt?

Warum sagen so viel Frauen, dass sie sich einen lieben, fürsorglichen, rücksichtsvollen und verständnisvollen Mann wünschen, wenn das in Wirklichkeit genau das ist, was zur (sexuellen) Ablehnung führt?

Wie Vieles hat auch das mit dem instinktiven Unterbewusstsein zu tun. Was die eben genannten Eigenschaften angeht, spricht hier der sozial konditionierte, bewusste Teil der Frau, der mit dem Unterbewusstsein allerdings nicht ganz übereinstimmt.

Letztendlich werden die Handlungen und Gefühle der Frau durch das (instinktive) Unterbewusstsein gesteuert, dass man gegenüber dem Verhalten eines „Nice Guys“ zum Beispiel in folgendem Dialog darstellen könnte:

„Ohne auch nur im geringsten für seine Gunst zu werben oder etwas zu tun, um für ihn attraktiv zu sein, liegt er bereits zu meinen Füßen. Er schenkt mir all seine Aufmerksamkeit, bezahlt mir mit Geld und Schmuck für alles (Sex, Liebe, etc.), was ich einem wahren Mann/Alpha ohne die kleinste Gegenleistung bereit wäre zu geben. Was für ein Schwächling!“

nice guyWeiter werden auch einfach die uralten (instinktiven) Maßstäbe des Überlebens abgetastet:

„Kann er meinen Nachwuchs/Familie vor Gefahren beschützen? Ist er mutig genug, um sich das zu nehmen, was er will? Kann er sich durchsetzen um die Ernährung zu sichern?“
Einfach gesagt: „Verfügt er über das genetische Material, um ein fortwährendes Überleben zu sichern?“

 

Während der Alpha-Typ genau diese urinstinktiven Maßstäbe erfüllt und sexuell attraktiv ist, tut der Nice Guy dies nicht.

Zusammengefasst besteht das Problem des „netten Jungen“ oder „Nice Guy“ darin, dass er durch ein asexuelles Verhalten versucht die Gunst einer Frau zu erwerben, oftmals gepaart mit niedrigem Selbstwertgefühl.
Dadurch werden Nice Guys vom instinktiven Unterbewusstsein als „fortpflanzungsuntauglich“ klassifiziert.

 

Liebe Leser, zugegeben, dieser Artikel war ein wenig theorielastig. Dennoch sollte es gerade dadurch dem ein oder anderen interessante Gedankenanstöße geben.

Vielleicht findet sich der eine oder andere in den hier beschriebenen Aspekten auch selbst wieder und kann über sein eigenes Verhalten gegenüber manchen Frauen nachdenken.
Im Kontrast zu diesem Artikel empfiehlt sich natürlich noch, den Artikel zum sexuell attraktiven Mann (Alpha) zu lesen.

 

Viel Erfolg.

 

 
Büchertipps:

 

Bilder:
2.v.o.: Angelika Streich / pixelio.de

Robin